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Maike Schimanowski

Aneignung im Namen der Mission

Fr, 26.6.2026 9-16 Uhr
Kurzbeschreibung
Ein Erstcheck der afrikanischen Bestände des Berliner Missionswerks
Veranstaltungsort
Berliner Missionswerk
Georgenkirchstraße 70
10249 Berlin
Weitere Informationen/Besondere Hinweise
Die kolonialzeitliche Aneignung von Kulturgütern durch Missionar:innen wird zunehmend thematisiert, doch nur wenige Institutionen prüfen ihre Bestände. Von Januar bis Juli 2026 untersucht Provenienzforscherin Maike Schimanowski die rund 1.000 Objekte der „ethnologischen Sammlung“ des Berliner Missionswerks (v. a. aus China, Südafrika, Tansania). Viele Gegenstände dienten Missionar:innen zur Darstellung des vermeintlichen „Aberglaubens“ lokaler Bevölkerungen, wie Missionar Hoffmann 1927 schrieb: „Die fremden Götzen macht zu Spott…“. Andere Objekte stammen aus Nachlässen oder Übergaben.

Der Erstcheck klärt koloniale Kontexte und weiteren Forschungsbedarf. Ein Workshop präsentiert die Ergebnisse und diskutiert die Aufarbeitung des kolonialen Erbes. Impulse geben Prof. Birgit Meyer (Universität Utrecht) und Jan Hüsgen (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste). Zielgruppe sind Provenienzforscher:innen, Vertreter:innen von Missionswerken, Kirchen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft.

Ort: Berliner Missionswerk, Georgenkirchstraße 69/70, 10249 Berlin (auch per Zoom). Anmeldung bis 17.06.2026 bei Dr. Martin Frank (m.frank@bmw.ekbo.de). Teilnehmerzahl begrenzt. Programm folgt Mitte Mai.

Veranstalter: Berliner Missionswerk, Evangelisches Landeskirchliches Archiv Berlin, Deutsches Zentrum Kulturgutverluste.
Veranstalter / veröffentlicht von:
Berliner Missionswerk

Georgenkirchstraße 69
10249 Berlin
G.Herzog@bmw.ekbo.de

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